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Schockgeber kam zu spät für Dauercamper
GÃ¥sevig/Hadersleben, 16.07.2011

Seit Jahren AED gefordert - jetzt Sammelaktion für Defibrillator


Seit Jahren schon steht ein Schockgeber auf der Wunschliste der Dauercamper auf dem Campingplatz Gåsevig ganz oben.
»Wir haben uns auch wiederholt beim Trygfonden um einen Herzstarter beworben«, sagt Inhaberin Pia Buslag. Bislang erfolglos.

Der jüngste abschlägige Bescheid traf am Sonnabend, 11. Juni, auf dem Campingplatz ein. Einen Tag später wurde ein Albtraum wahr: Ein Campinggast erlitt einen Herzanfall mit Herzstillstand zur Folge. Der Patient kam in das Odenser Universitätskrankenhaus – vor wenigen Tagen wurde der Camper beerdigt. Jan Petersen aus Tingleff, seit 24 Jahren Dauercamper auf dem Campingplatz, hat das Opfer gut gekannt, und er war auf dem Platz, als das Unglück geschah. Petersen ist davon überzeugt, dass ein Schockgeber das Leben seines Campingkameraden hätte retten können: »Das glaube ich wirklich!«

Der Tingleffer weiß, wovon er spricht: Als Busfahrer habe er einmal einem Menschen mit Wiederbelebungsmaßnahmen das Leben retten können.

Nach dem tragischen Vorfall nahmen die Camper die Sache in die eigenen Hände: Sie initiierten eine Sammel­aktion, bei der 15.000 Kronen zusammenkamen – 5.000 Kronen steuerten die Campingplatzbesitzer bei. Jetzt, gut einen Monat nach dem Unglück, hat der Campingplatz Gåsevig einen Defibrillator!

»Auch ein Schockgeber kann nicht alles Leben retten«, sagt Pia Buslag nüchtern: »Doch unsere Gäste fühlen sich damit sicherer.«
Das kann Jan Petersen nur bestätigen: »Denn es campen dort sehr viele ältere Leute. Mit einem Defibrillator fühlt man sich auf der sicheren Seite.«
Doch so ein Gerät muss man auch bedienen können: Gestern Nachmittag nahmen Pia Buslag und einige Campinggäste daher an einem Kurs teil.
Um für den Fall aller Fälle künftig gewappnet zu sein. 


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Quelle: nordschleswiger.dk  

 



verfasst am 26.09.2011, 04:50