Seit Jahren schon
steht ein Schockgeber auf der Wunschliste der Dauercamper auf dem Campingplatz
Gåsevig ganz oben.
»Wir haben uns auch wiederholt beim Trygfonden um einen
Herzstarter beworben«, sagt Inhaberin Pia Buslag. Bislang erfolglos.
Der
jüngste abschlägige Bescheid traf am Sonnabend, 11. Juni, auf dem Campingplatz
ein. Einen Tag später wurde ein Albtraum wahr: Ein Campinggast erlitt einen
Herzanfall mit Herzstillstand zur Folge. Der Patient kam in das Odenser
Universitätskrankenhaus – vor wenigen Tagen wurde der Camper beerdigt. Jan
Petersen aus Tingleff, seit 24 Jahren Dauercamper auf dem Campingplatz, hat das
Opfer gut gekannt, und er war auf dem Platz, als das Unglück geschah. Petersen
ist davon überzeugt, dass ein Schockgeber das Leben seines Campingkameraden
hätte retten können: »Das glaube ich wirklich!«
Der Tingleffer weiß,
wovon er spricht: Als Busfahrer habe er einmal einem Menschen mit
Wiederbelebungsmaßnahmen das Leben retten können.
Nach dem tragischen
Vorfall nahmen die Camper die Sache in die eigenen Hände: Sie initiierten eine
Sammelaktion, bei der 15.000 Kronen zusammenkamen – 5.000 Kronen steuerten die
Campingplatzbesitzer bei. Jetzt, gut einen Monat nach dem Unglück, hat der
Campingplatz Gåsevig einen Defibrillator!
»Auch ein Schockgeber kann
nicht alles Leben retten«, sagt Pia Buslag nüchtern: »Doch unsere Gäste fühlen
sich damit sicherer.«
Das kann Jan Petersen nur bestätigen: »Denn es campen
dort sehr viele ältere Leute. Mit einem Defibrillator fühlt man sich auf der
sicheren Seite.«
Doch so ein Gerät muss man auch bedienen können: Gestern
Nachmittag nahmen Pia Buslag und einige Campinggäste daher an einem Kurs
teil.
Um für den Fall aller Fälle künftig gewappnet zu sein.
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Quelle: nordschleswiger.dk
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