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Erste Hilfe durch Laien möglich
Guntersblum, 23.08.2011

Öffentlich zugänglicher Defibrillator ab sofort in der Sparkasse


Die Gemeinde installiert im Selbstbedienungsbereich der örtlichen Sparkasse den ersten Laien-Defibrillator im öffentlichen Raum, um schnelle Hilfe bei einem drohenden Herztod anbieten zu können. Im Rahmen ihres 25-jährigen Betriebsbestehens haben das örtliche Unternehmen „Deimel Dach“ und die Sparkasse das 4 000 Euro teure Gerät gespendet. Dem plötzlichen Herztod, als Todesursache Nummer eins in Deutschland, wolle man auf diese Weise entgegenwirken, erläuterte Ortsbürgermeister Reiner Schmitt.

Direkte Telefonleitung zum Roten Kreuz

Der automatische externe Defibrillator (AED) wird über eine Telefonleitung direkt mit dem Deutschen Roten Kreuz verbunden sein. Dadurch ist es möglich, dass auch medizinische Laien nach kurzer Anleitung das Gerät jederzeit einsetzen können und sehr viel Zeit bei einem möglich Herzinfarkt gespart und so die Überlebenschancen für die Betroffenen erheblich gesteigert werden. Sobald eine Hilfeleistung erforderlich wird, drückt der Helfer am Gerät den Notrufknopf. Dadurch wird er automatisch mit der Rettungsleitstelle des DRK in Mainz verbunden. Der Gesprächspartner des DRK klärt anhand eines festen Indikationskataloges die aktuelle Situation und entscheidet dann, ob der Laien-Defibrillator freigegeben wird.

Ersthelfer erhalten Rückmeldung vom Gerät

Nach der Freigabe kann das Gerät aus der Halterung auf einer hierfür speziellen Trageplatte entnommen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Helfer nie alleine ist, sondern immer einen Ansprechpartner hat. Der Helfer entscheidet beim Einsatz dann selbstständig, ob eine Defibrillation notwendig ist, oder ob eine Herzdruckmassage ohne Defibrillation ausreichend ist.

Der Helfer erhält aber auch bei der Herzdruckmassage durch das Gerät eine Rückmeldung zur Qualität der Massage, indem es die Drucktiefe misst und dem Helfer mitteilt, ob fester gedrückt werden muss oder ob die Herzdruckmassage gut ist. Der gleichzeitig durch die Rettungsleitstelle alarmierte Rettungsdienst übernimmt nach Eintreffen am Standort die weitere Hilfe.

Nach Angaben von Schmitt muss die Gemeinde als Eigentümerin des Gerätes die technische Wartung gewährleisten. Die jährlichen Wartungskosten liegen bei 357 Euro und beinhalten auch die Freischaltung nach einem vorausgegangenen Einsatz.


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Quelle: allgemeine-zeitung.de  

 



verfasst am 30.09.2011, 08:20