Zugegeben, lange überlegt habe er nicht, gibt Dirk Winkels zu. Der Inhaber des Kevelaerer Bekleidungsgeschäftes „Mutter und Kind“ wurde von einer Berliner Firma um eine Spende gebeten. Man sammle, um dem Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasium einen Defibrillator zu spenden, habe der Mitarbeiter der Berliner Firma Winkels mitgeteilt. Zumindest hatte der Kevelaerer das so verstanden.

Dass der Mitarbeiter der Firma aus Berlin Winkels tatsächlich nur eine Werbeanzeige auf einer Informationstafel verkaufen wollte, die neben dem lebensrettenden Gerät im Gymnasium aufgehängt werden sollte, war dem Kevelaerer Geschäftsmann in diesem Moment nicht klar. Er unterschrieb den Vertrag – und viele andere Unternehmer des Wallfahrtsortes Kevelaer taten das gleiche. Gut 16000 bis 18000 Euro seien so zusammengekommen, haben die Geschäftsleute ausgerechnet. Ihrer Ansicht nach für einen Defibrillator, der ungefähr 2400 Euro wert sei.